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Wo steht Hamburgs Startup-Szene im bundesweiten Vergleich?

Autor: CIS am 31.01.2017

Haus

Die Startup-Szene boomt nicht erst seit gestern. Und das auch in Deutschland: Berlin gilt nach wie vor als heißestes Pflaster für Gründer, doch direkt danach kommt auch schon die Hansestadt, die in den letzten Jahren stark an Zulauf gewonnen hat.

Foto: Mario De Mattia

Startups in Hamburg: Wenn Geld eine Rolle spielt


Startups sind nicht nur eine Frage der Geschäftsidee, sondern auch der Realisierbarkeit. Geld ist bei Gründungen immer ein zentrales Thema, doch immerhin hat sich der Finanzmarkt parallel zur Startup-Szene positiv weiterentwickelt. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der smava Kredit für Selbständige, der unter anderem mit seiner schnellen Auszahlung punktet. Timing und Verfügbarkeit sind schließlich ebenfalls wichtige Punkte, die früh über Erfolg oder Misserfolg entscheiden können.


Und dieses große Angebot an Gründerkrediten macht sich auch in Hamburg bemerkbar. In den vergangenen fünf Jahren ist keine andere deutsche Stadt in Sachen Startups so schnell gewachsen wie Hamburg; digitale Ventures sind dabei in der Führungsrolle. Ein typisches Merkmal der Hamburger Startup-Kultur ist die Geschwindigkeit: Grundsätzlich möchten Investoren wie Gründer in Hamburg schnelle Ergebnisse sehen, anders als beispielsweise in Berlin, wo die entspannten Mietpreise für Wohnen und Arbeiten zu einer ebenso entspannten Startup-Kultur geführt haben.

Nord und Süd im Vergleich: Einige Gemeinsamkeiten und große Unterschiede


In manchen Punkten ist die Hamburger Startup-Welt also mit München vergleichbar: In der bayerischen Landeshauptstadt sorgen die hohen Preise bekanntlich ebenfalls für viel Druck. Dennoch ist die Grundstimmung eine ganz andere. Die Münchner City gilt schon immer als hochentwickelter Service-Standort, was sich in Form von zahlreichen VS und Business Angels bemerkbar macht, während Hamburg dank Hafen und Historie eher für Industrie und klassische Arbeit steht. Das kürzlich eröffnete Hochglanzprojekt, die Elbphilharmonie, ändert (noch) nichts an diesem Bild.


Die zahlreichen Startups geben der Stadt somit eine ganz neue Facette und der Trendbegriff „disruptive“ zeigt sich nicht nur inhaltlich, sondern auch bei den Rahmenbedingungen. Interessant ist dabei auch der Blick auf die Gründer selbst: Diese sind in Hamburg durchweg älter als beispielsweise in Berlin, sie besitzen mehr Know-how und gehen ihre Projekte gezielt an; das oftmals verspielte, aber nicht unbedingt zielführende Wesen von Berliner Startups sucht man in Hamburg vergebens.


Trotz dieser Differenzen macht sich in Hamburg die geographische Nähe zu Berlin beinahe ebenso stark bemerkbar wie der Wohlstand, der gewisse Parallelen zu München aufweist. Von diesem haben Startupper normalerweise ohnehin nicht allzu viel, und das, obwohl die Durchschnittsgehälter relativ hoch sind. Dass die echte, bodenständige Welt namens Berlin nur rund zwei Stunden Fahrzeit entfernt liegt und sich damit sogar für hartgesottene Pendler eignet, macht den lokalen Spirit nicht gerade schwächer.

PM: CIS


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