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Hamburger Werften im 21. Jahrhundert

Schiffbau in Hamburg nach der Wirtschaftskrise

Das Werftensterben in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie die Wirtschaftskrise im Jahr 2009 haben dem Schiffbau in Hamburg zugesetzt. Die wenigen verbliebenen Werften klagen über einen Rückgang an Aufträgen. Dennoch genießt der Hamburger Schiffbau noch immer großes Ansehen.

Hamburger Werften im 21. Jahrhundert

Nur noch die wenigsten Hamburger werden sich an die Zeit erinnern können, in der die Hansestadt für große Werften, die auf den klassischen Eisenschiffbau spezialisiert waren, ein bedeutsamer Standort war. Um 1900 gab es von diesen noch acht, im Jahr 2013 ist Blohm + Voss die einzige verbliebene Hamburger Großwerft. Vom Werftensterben waren jedoch nicht nur diese Riesen, sondern auch unzählige kleinere Werften betroffen. Neben Blohm + Voss sind heute etwa noch die Sietas-Werft, die Werft M.A. Flint oder die Werft Pohl & Jozwiak von Bedeutung, auch wenn sich viele der kleineren Werften heute auf Reparaturarbeiten oder aber den Jachtbau konzentrieren. Zuletzt hatte die Wirtschaftskrise im Jahr 2009 den Werften einen Dämpfer versetzt, der auch heute noch vor allem im Containerschiffbau spürbar ist.

Schiffbau & Schifffahrt noch immer einflussreiche Branchen

Dies alles ändert nichts daran, dass Hamburg weiterhin ein wichtiger Standort für Schiffbau und Schifffahrt ist. Hauptgrund hierfür ist sicherlich der Hamburger Hafen, der der fünftgrößte Hafen der Welt ist und zu den globalen Zentren der Schifffahrt zählt. Tatsächlich sind Logistik, Hafen und maritime Wirtschaft laut Wikipedia die wichtigsten Wirtschaftszweige Hamburgs. Dies wirkt sich auch weiterhin positiv auf viele kleinere regionale Betriebe aus, welche mit den großen Unternehmen im Hamburger Hafen kooperieren. Im Schiffbau gefragt sind etwa die Sonderschrauben und Spezialschrauben von der Alstertaler Schrauben & Präzisionsteile Lothar Mewes GmbH.



Schiffbau & Schifffahrt noch immer einflussreiche Branchen

Foto: Schiffbau in Hamburg nach der Wirtschaftskrise


Die Ergebnisse dieser Kooperationen können die Hamburger selbst sowie auch die vielen begeisterten nationalen und internationalen Touristen regelmäßig bei diversen Events wie dem Hamburger Hafengeburtstag bewundern. Beliebt bei Fans des Schiffbaus und der Schifffahrt im großen oder kleinen Stil ist zudem die Traditionsmesse hanseboot, die auch in diesem Jahr wieder vom 26. Oktober bis zum 3. November auf dem Messegelände stattfinden wird.

Schiffbau und Schifffahrt bieten nicht zuletzt jungen Menschen aus Hamburg und dem Umland noch immer attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten. So ist der Ausbildungsberuf Schifffahrtskauffrau bzw. -mann als kaufmännischer Beruf gleichermaßen gefragt wie das Schiffbau-Studium an der Technischen Universität Hamburg-Harburg, das deutschlandweit übrigens das einzige dieser Art ist.