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Wohnungsmarkt: Mietverbände behaupten er funktioniere

Hamburg: Politische Mittel gegen Mietpreisexplosion

Hamburg und die Mieten, das ist ein Kapitel für sich. In der Hansestadt wird oft über die kontinuierliche Mietsteigerung gesprochen, wie sehr sie die Bürger der Stadt belastet und was dagegen getan werden kann. Das Positive nach all den Diskussionen: Es tut sich etwas.

Wohnungsmarkt: Mietverbände behaupten er funktioniere

Die Universität Maastricht hat es in einer Studie belegt: Die Hamburger Studenten müssen am längsten arbeiten, um sich ihre Miete leisten zu können. München ist zwar nach wie vor Spitzenreiter, wenn nach den Mietpreisen gefragt wird, doch können die Menschen dort auch im Schnitt mit höheren Einkommen rechnen. In Hamburg dagegen werden ca. 30 Prozent des Gehaltes allein für die Miete von Wohnungen oder Häusern gezahlt.

Die Mietverbände sehen die Lage entspannt und wollen belegen, dass die zu findenden Wohnungen ausreichend sind und nur marktrealistische Konditionen darstellen. Die Wohnungs-Bauer der Stadt argumentieren somit, dass es nicht nötig ist, weitere gesetzliche Mietpreisbremsen in den "funktionierenden Mietwohnungsmarkt" einzubauen.

Gesetzliche Schritte für angebrachte Mietpreise

Dass es einen solchen funktionierenden Markt nicht gibt, zeigen andere Zahlen der Studie. In Hamburg liegen zwischen Bestandsmieten und Neuvermietungen preisliche Unterschiede von 30 bis 40 Prozent. Laut dem Wirtschaftsstrafgesetz darf die erhobene Miete allerdings nicht höher als 20 Prozent über den lokalen Vergleichsmieten liegen.

Einen ersten Schritt in die richtige Richtung zeigt der Beschluss des Hamburger Senats, der eine Bremse für Mieterhöhungen beschloss. Seit dem 01. September dürfen Mieten nur noch 15 anstatt 20 Prozent innerhalb von drei Jahren erhöht werden, um sie an die Vergleichsmiete der Umgebung anzupassen. Auch die Linken protestieren kräftig und fordern ein Verbot von Mieterhöhungen nach Neuvermietungen, wenn sich in der Wohnung selbst gar nichts verändert hat.



Hamburger Wohnungsmarkt: Optimistische Zukunftsaussichten

Foto: Hamburg: Politische Mittel gegen Mietpreisexplosion


Foto: Rainer Sturm  / pixelio.de

Dass am Wohnungsmarkt gearbeitet wird, zeigte sich auch schon 2012. 8700 Bauanträge für Wohnraum wurden bewilligt und schon im gleichen Jahr entstanden rund 3800 neue Wohnungen. Je größer das Angebot auf dem Markt ist, desto moderater werden sich die Preise entwickeln, so die Logik des Senats. Auch der zunehmenden Gentrifizierung wurde entgegengehalten: Die Schanze erhielt wieder eine Erhaltensverordnung, die Mietpreise deckelt und Luxussanierungen ausschließt.

Hamburger Wohnungsmarkt: Optimistische Zukunftsaussichten

Was heißt das für den Wohnungssuchenden in Hamburg? Wer jetzt auf Portalen wie immowelt.de sucht, hat gute Chancen, dass sich der Fund auch längerfristig bezahlen lässt, ohne Eigentum erwerben zu müssen. Gerade in Vierteln, die momentan eine Aufwertung erleben wie Barmbek oder Wilhelmsburg lohnt sich das. Die Umgebung wird immer attraktiver werden. Wer sich dort nun eine günstige Wohnung oder ein Haus mietet, kann sich sicher sein, dass diese auch längerfristig bezahlbar bleibt und man günstig am Puls der Stadt teilhaben kann.